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Von der helvetischen Schichtreihe sind im Untersuchungsgebiet die Formationen vom obersten Perm bis zur untersten Kreide vorhanden, wobei sich unsere Untersuchungen auf die Dogger- und Malm-Schichten konzentrierten. Die unteren Schichtglieder (Perm bis Lias) treten unvollständig und nur am Rande des Kartiergebietes in wenigen Aufschlüssen zutage. Das stratigraphische Übersichtsprofil unten zeigt ein schematisches Sammelprofil durch die in den Seeztal-Wänden vorhandenen Schichten. Bei der Beschreibung in der Tabelle rechts wurden die Perm und Trias-Abfolgen miteinbezogen:
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Stratigraphisches Uebersichtsprofil vom Oberen Lias bis zur Unteren Kreide

Die mächtigen Schieferformationen dienten als Abscherhorizonte: In der Molser-Formation scherten die Dogger-Malm-Serien ab, während die Palfris-Formation als Abscherhorizont für die Säntisdecke diente.

Die Gesteine in unserem Untersuchungsgebiet gehören zur helvetischen Südfazies. Diese kennzeichnet sich, als küstenfernere Fazies, durch einen erhöhten Tongehalt als die weiter nördlich abgelagerten Serien aus.
Untere Kreide:  Die vereinzelt mit Mergelkalkbänken durchsetzten schwarzen Mergelschiefer der Palfris-Formation gehen fliessend in die darunterliegende Zementstein-Formation über. Diese Formation bildet eine Kalk-Mergel-Wechsellage, wobei der Anteil an Kalkbänken gegen oben abnimmt. Die Jura-Kreide-Grenze liegt in dieser Formation.
Malm:  Unter der letzten deutlichen Schieferlage beginnt die markante und mächtige Quinten-Formation, deren Kalkwände die Nordseite des Seeztales prägt. Sie lässt sich in drei Member unterteilen lässt: Der Obere Quintnerkalk ist meist grobgebankt. Südöstlich des Gonzen treten innerhalb des massigen Kalkes feingbanktere Zonen auf. Der mausgraue Untere Quintnerkalk ist durchwegs mächtig gebankt. Im Gebiet des Gonzen bildet der Erzhorizont den Abschluss des Unteren Quintnerkalkes. Als nächstes folgt der Plattenkalk, welcher aus einer Abfolge dunkler, dünngebankter Kalkbänke mit feinen Mergelzwischenlagen besteht. . Die Schilt-Formation bildet den Anfang der Malm-Abfolge. Mit scharfem Kontakt über den Reischiben-Kalken oder dem Flaserkalk folgen die weichen Mergelschiefer (Seeztal-Member), welche in leicht bräunliche Kalk-Mergel-Wechsellagen (Schilt-Mergel und Mürtschen-Member) übergehen. Die Anzahl der Kalkbänke nimmt gegen oben zu.
Dogger:  Diese Abfolge lässt sich in vier Formationen gliedern. Mit scharfem Kontakt zu den liegenden Kalken folgen zuerst die schwarzen Tonschiefer der Molser-Formation. Diese Formation beginnt bereits im obersten Lias. Die Schiefer gehen allmählich in die knorrigen, tonigen Sandsteine der Bommerstein-Formation über. Der obere Teil dieser Formation besteht mehrheitlich aus massigen Kalksandsteinen. Es folgt ein abrupter Wechsel zu den Kalken und Echinodermenbrekzien der eher geringmächtigen Reischiben-Formation, welche ein kleines Felsband bildet. In der Strahlegg-Schuppe bildet der dünne Horizont des „Rosa Flaserkalkes von Hochköpfe“, ein Vertreter des Blegi-Oolithes, den Abschluss der Dogger-Sedimente.
Die Dogger-Formationen bauen hauptsächlich die grossen Waldbänder der Seeztalwand auf.
Lias:  Von dieser mächtigen Sedimentabfolge ist nur der oberste Teil, die sandigen Kalke der oberen Sexmoor-Formation, aufgeschlossen. Die unteren Formationen sind wie die Quarten-Schiefer ebenfalls unter der fluvioglazialen Talfüllung des Seeztal zu suchen.
Trias:  Die Trias-Ablagerungen lassen sich in drei Formationen unterteilen: Über den Schonbühlschiefern folgen mit scharfem Kontakt die grünlichen, massigen Sandsteine des Melser-Sandsteins. Darüber liegt der beige, homogene Röti-Dolomit. Der Übergang vom Sandstein zum Dolomit besteht aus einer 1.5m mächtigen Wechsellage beider Gesteinstypen. Der grösste Teil der Röti-Gruppe ist nicht aufgeschlossen. Mit Ausnahme des unteren Dolomites am Castels ist die Formation bereits erodiert oder liegt unter dem Talboden des Seeztals verborgen. Die oberste Trias-Formation, die Quarten-Schiefer (rote Tonschiefer), ist in unserem Gebiet nirgends aufgeschlossen. Sie wäre unter dem Talbodenfüllung des Seeztales zu finden.
Glarner Verrucano: Von dieser Einheit, welche das späte Karbon und Perm beinhaltet, ist nur der oberste Abschnitt am Castels aufgeschlossen. Es dominieren grobklastische, rötliche bis grünliche Brekzien und Sandsteine. Im Dach der Serie treten rote Tonschiefer (Schönbühlschiefer) auf.

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Diplom - Sargans
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